Peter Bertau - Arbeiten über Lorenz Oken

 

Home

 

Inhaltsverzeichnis

 

 Zum Erwerb

des Bildbandes zu Okens Werk:

 

"Allgemeine Naturgeschichte für alle Stände"

  

für das

 Oken-Gymnasium in Offenburg

 im Januar 2002

 

 

Dieser Bericht steht in gekürzter und leicht abgeänderter Form an anderer Stelle in der Homepage des Oken-Gymnasiums.

 

 

 

 

 


 

 

Zum Erwerb des Bildbandes zu Okens Werk:

 

"Allgemeine Naturgeschichte für alle Stände"

( von Peter Bertau )

 

Im Frühjahr 2000 begannen in der Schule die Planungen für das 125-jährige Jubiläum des Oken-Gymnasiums im Jahr 2000 und das Gedenken an Lorenz Oken zu dessen 150. Todestag 2001. Beide Anlässe wurden im Herbst 2000 zusammengelegt. Es fanden mehrere Veranstaltungen statt, u.a. auch einige Projekttage für eine ganze Reihe von Klassen, an denen ich auch mit einer 7.Klasse und dem Biologie-Leistungskurs beteiligt war.

Für mich hatten diese Monate intensiver Beschäftigung mit Oken und seinen Werken weitreichende Folgen: Ich setzte die Arbeiten, die für die Schulprojekte begonnen wurden, privat bis in den Sommer fort und fand dann neue Beschäftigungsmöglichkeiten mit Okens Werken, für die ein Ende noch nicht abzusehen ist.

Irgendwann Ende 2000/Anfang 2001 fragte die Ortsverwaltung Bohlsbach an, ob sich das Oken-Gymnasium an den Festtagen zu Ehren von Lorenz Oken im Juni beteiligen wolle (Bohlsbach ist der Geburtsort von Oken). Für mich gab es dazu nur eine Antwort und hatte damit auch ganz schnell die ehrenvolle Aufgabe übertragen bekommen, dann doch auch die Organisation zu übernehmen. Die vielen Sitzungen in Bohlsbach, an denen ich mit Richard Endres teilnahm, haben dann doch auch Spaß gemacht. Es sollten sogenannte "Themenhöfe" gestaltet werden, die sich mit der Zeit Okens beschäftigten. Wir erhielten das Thema "Hochschulhof". Im Protokoll der 1. Sitzung erschienen unsere Namen: Gesamtverantwortlich Peter Bertau. Ansprechpartner der Ortsverwaltung Bohlsbach für a) die Organisation Richard Endres, b) das Programm Peter Bertau.

Auch in der Schule gab es etliche Sitzungen, an denen noch andere Lehrer teilnahmen. Nicht ganz so einfach war die Organisation der Schüler- Mithilfe, wobei ich mich über die spontanen Zusagen sehr vieler Schülerinnen und Schüler sehr gefreut habe ( s. Listen am Schluß).

Vom 22.-24.6.2001 fand dann das historische Dorffest in Höfen, auf Plätzen und Straßen rund um das Rathaus in Bohlsbach statt, das ein großer Erfolg wurde. Auch unser Hof wurde sehr gelobt - allerdings war ich besonders darüber erleichtert, daß er sich so nahtlos in das übrige Geschehen einfügte, daß er so von der Bevölkerung angenommen wurde. Etwas Spannung gab es bei mir schon: Ein Gymnasium im Dorfleben....Viel zum Erfolg trugen Theatergruppen der Klasse 7d bei, die tapfer um Beachtung ihrer Stücke kämpften, in denen sie Tierbeschreibungen aus Okens Säugetierbuch nachspielten. Beifallstürme ernteten die Oken-Harmonists, die auf unserem "Hochschulhof" sangen, aber auch von einem Anhänger an mehreren Stellen im Dorf. Der Traktor, der den Hänger zog, war das einzige motorisierte Fahrzeug während der drei Tage (ohne ihn wären die Auftritte unmöglich gewesen: Klavier, Mikrofone). Er gehörte unserem Hofpaten Lorenz Graß und wurde von Klaus Dewald gefahren.

Natürlich freuten wir uns, daß schon frühzeitig eine Überschußbeteiligung auch für das Oken-Gymnasium in Aussicht gestellt worden war, was unsere Teilnahme-Bereitschaft aber nicht beeinflußt hat. Aber Pläne durfte man ja machen: Die Schüler hofften auf einen Zuschuß für ihre Studienreisen im Herbst und ich träumte davon, für die Schule den Bildband zu Okens "...Naturgeschichte..." antiquarisch erwerben zu können: ein seltenes und sehr wertvolles Buch mit 164 meist farbigen Bildtafeln, von denen jede ein Unikat ist. Die 13 Textbände zu Okens Werk besaß die Schule schon.

Bis alle Abrechnungen verarbeitet, dem Finanzamt vorgelegt und der Überschuß verteilt waren, wurde es fast Weihnachten. Die Studienfahrten waren vorbei und unser Anteilsbetrag nicht so hoch, daß sich Verteilungsaktionen gelohnt hätten. Ich warb deshalb bei allen Beteiligten für meinen Plan und war erfolgreich. Der Blick in die Liste des Zentralantiquariats im Internet ließ nochmal Spannung aufkommen. Gab es im letzten Jahr noch einige Angebote, die für uns in Frage kamen, war es im Januar 2002 nur noch eins! Daß ich zum Erwerb des Werkes nur nach Lahr fahren mußte, war ein Glücksfall, konnte ich es doch gleich begutachten - und mitnehmen.

Welch starke innere Beziehungen man zu einem Buch aufbauen kann, erfuhr ich (wieder einmal) in den folgenden zwei Wochen. Am 29.1.2002 erfolgte im Rahmen einer Konferenz die Übergabe des Buches an die Schule, an Herrn Kopp. Beigelegt waren Listen mit allen Mitwirkenden an den Bohlsbach-Tagen, auf denen die beteiligten Schülerinnen und Schüler hinter ihrem Namen unterschrieben haben.

Nach Oben

Stand: 18.04.2009